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| Europa ver-rückt die Perspektiven ? Jahrestagung der DGSP |
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Foto: Udo Spiegelberg
Namhafte internationale Expert/innen kamen zu Wort, die die Bearbeitung der Themen Gesundheit und Soziales auf europäischer Ebene maßgeblich begleitet haben. Zusammen mit Expertinnen und Experten aus der Bundesrepublik und dem Publikum wurden in Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen Antworten auf wichtige Fragen gegeben.
Udo Spiegelberg, Regionalleitung der Brücke SH im Kreis Pinneberg, schildert seine Eindrücke von der DGSP-Jahrestagung 2007: Welche Veränderungen sind von einer zunehmenden Europäisierung für das (sozial-) psychiatrische Arbeitsfeld zu erwarten und welche Auswirkungen werden sich für Psychiatrie-Erfahrene/Betroffene/Nutzer/innen/Psychiatrieüberlebende/Angehörige und Professionelle ergeben? Psychiatrieüberlebende ist Teil des Begriffs, den sich die europäische Nutzer/innenvertretung ENUSP, European Network of (ex-)Users and Survivors of Psychiatry, gegeben hat. Weiteres hierzu finden Sie unter http://www.enusp.org
Dies war der Leitgedanke durch drei spannende Tage in der Münchner Fachhochschule hindurch. Engagierte Diskutant/innen, interessante Themen und ungewohnte Fragestellungen, Begriffe und Sichtweisen. Die Gäste aus Italien, Niederlande, Frankreich, Großbritannien und Deutschland sowie Vertreter/innen von Verbänden aus Deutschland und Europa tauschten rege Erfahrungen und Meinungen aus. Allen Interessierten sei die ausführliche Berichterstattung in der nächsten Ausgabe von Soziale Psychiatrie empfohlen. Diese erscheint im Januar 2008; Hinweise auf www.dgsp-sh.de
Innerhalb der Europäischen Union findet ein Vereinigungsprozess statt, dessen Ergebnisse im Sozialen, insbesondere für die (Sozial-) Psychiatrie, noch nicht abgesehen werden können. Und dieser Bereich ist dringlicher, denn je: Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ergaben, dass ca. 27 Prozent (!) der Bürger/innen der EU mindestens einmal in ihrem Leben unter psychischen Störungen leiden. In ihrem Grünbuch kommt die EU zu dem Schluss, den sozialen, wirtschaftlichen und strukturellen Auswirkungen der psychischen Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger größere Bedeutung beizumessen. Der Belastung Betroffener, ihrer Angehörigen und der gesamten Gesellschaft sowie der Wahrung der Menschenrechte soll mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.
In Schwerpunktforen wurden Themen wie Arbeit und psychische Gesundheit, Gender, Trialog, Zwangsbehandlung, Migration, Versorgungsforschung, sowie die Auswirkungen der europäisierten Hochschullandschaft auf die einschlägigen Gesundheits- und Sozialberufe im europäischen Kontext diskutiert. Ein Highlight war die TUWAS-AKTION, bei der alle Besucher/innen eingeladen waren, zum Thema der Jahrestagung Ideen mit Relevanz für die Praxis zu entwickeln. Die beste Idee wurde mit einem Preis gewürdigt.
Darüber hinaus wurden beispielhaft gut funktionierende europäische best practice-Projekte vorgestellt. Auch die Situation der psychiatrischen Versorgung in Osteuropa und die der Migrantinnen und Migranten in Deutschland war ein Thema. Ein kontinuierlicher Erfahrungsaustausch und effektive Kooperationsstrukturen waren bezeichnend für diesen Tag. Der Abschluss der Tagung stand unter dem Vorzeichen: Europa ver-rückt: Perspektiven � Ausblick und Visionen.
Weitere Informationen
Brücke SH
im Kreis Pinneberg
Udo Spiegelberg _ Regionalleiter
Ruf (0 41 21) 4 75 61-24
mailbox@bruecke-sh.de |
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